Feb 13, 2004
Abstract: Vererbung ist neben der Aggregation das wichtigste Kompositionsmittel in objektorientierten Sprachen. Während für die Aggregation geeignete Typkonzepte entwickelt wurden, um den Austausch von Objekten und Klassen, die Konfiguration von Systemen und dynamisches Binden zu ermöglichen, ist dies bei der Vererbung bisher nicht möglich. Dies erschwert die Wartung von Klassenbibliotheken und verteilten Systemen oder macht sie ganz unmöglich. Der vorliegende Artikel fordert daher eine geeignete typisierte Schnittstelle zwischen erbenden und vererbenden Klassen. Der vorgeschlagene Ansatz beruht darauf, die Vererbungsbeziehung auf eine speziellere Aggregationsbeziehung zurückzuführen, für die die angesprochene Typisierung bereits gewährleistet ist. Dazu werden parametrierbare Bindungen eingeführt, die bei der Erzeugung von Objekten beeinflußt werden können. Der Ansatz löst nicht nur das Problem des Austausches von Basisklassen in Bibliotheken oder verteilten Systemen, sondern bietet darüberhinaus die Möglichkeit, die beteiligten Instanzen einer Vererbungsbeziehung zu verteilen und erlaubt mehr Freiheitsgrade bei der Komposition.