Die Bedeutung von MIMD-Parallelrechnern hat in den letzten Jahren, nicht nur im Bereich des wissenschaftlichen Hochleistungsrechnens zugenommen. Dort, wo die dafür notwendige Parallelisierung der Programme nicht automatisch vom Compiler vorgenommen wird, haben sich leichtgewichtige Threads als Abstraktion bewährt. Die Verwaltung dieser Threads wanderte dabei aus Effizienzgründen immer häufiger in den Benutzeradreßraum.
Auf modernen Parallelrechnern, insbesonders NUMA-Architekturen können Threadverwaltungen aber nur effiziente Berechnungen garantieren, wenn sie Rücksicht auf die Besonderheiten dieser Maschinen nehmen. Nur durch eine Lokalisierung der Berechnung nahe ihrer Daten und eine gute Ausnutzung der verschiedenen Caches in derartigen Systemen kann die Rechenleistung dieser Architekturen effektiv nutzbar gemacht werden.
Neue, verteilte Schedulingkonzepte, verbunden mit zusätzlichen Affinitätsbetrachtungen werden in dieser Arbeit als Möglichkeit vorgestellt, diese Aufgaben zu übernehmen. Die Vorstellung der dabei entstanden Threadverwaltung auf Benutzerebene, die derartige Methoden einsetzt, zeigt die damit erreichbaren Verbesserungen.