IMMD IMMD-IV UP Stefan Greiner, Februar 1998

Betriebsprogrammierung 2

(Sommersemester 1998)

Ort und Zeit der Übungen werden in der ersten Vorlesung festgelegt

Synchronisationssysteme

Synchronisationssysteme werden durch ein formales Modell präzisiert. Auf dieser Basis werden Zusammenhänge zwischen Spezifikation und Implementierung asynchroner Prozeßsysteme untersucht, die sowohl für die Compilerentwicklung als auch für die Beschreibung der Benutzerschnittstelle von Betriebssystemen eine zentrale Rolle spielen. Das Modell erlaubt eine einheitliche und vergleichende Betrachtung verschiedener Synchronisationsmechanismen (nicht eingegangen wird auf programmiersprachliche Überlegungen zur Synchronisation und Koordinierung). Dem folgen Vorgehensweisen zur Realisierung von Prozeßsystemen auf Monoprozessoren, die zur Konstruktion des Prozeßumschalters führen. Schließlich wird auf formaler Basis das Verklemmungsproblem behandelt.

Im Anschluß daran wird der Kalkül von Chandy und Misra erläutert, der den Entwurf und die Verifikation verteilter Algorithmen, wie sie in Betriebsprogrammierung I betrachtet wurden, unterstützt.

Prozessorvergabestrategien

Das zweite Kapitel ist der Untersuchung von Prozessorvergabestrategien vorbehalten, wobei sowohl die operationelle Untersuchungsmethode als auch wahrscheinlichkeitstheoretische Überlegungen zur Anwendung kommen.

Caches

Das dritte Kapitel setzt sich mit der Architektur und dem Aufbau von Caches auseinander. Dabei werden die verschiedenen Strategien, mit denen Caches arbeiten, untersucht. Anschließend wird die Arbeitsweise von virtuellen und realen Caches untersucht. Virtuelle Caches zeichnen sich dadurch aus, daß die Daten innerhalb des Caches mit virtuellen Adressen indiziert werden, was bedeutet, daß die MMU noch keine Adress-Umsetzung durchgeführt hat. Die realen Caches hingegen indizieren mit physikalischen Adressen, wobei die Adressen vor einem Cache-Zugriff durch die MMU geschleust werden müssen.

Betriebssysteme für Multiprozessorsysteme