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Lehrstuhl für Informatik 4
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Department Informatik  >  Informatik 4  >  Lehre  >  WS 2008/09  >  Betriebssysteme  >  Übungen  >  Aufgaben  >  Aufgabe 3  >  Klasse Guard

Klasse Guard

Einordnung in die Gesamtstruktur

Modul
guard
Basisklassen
Locker
abgeleitete Klassen
keine
Erstellungszeitpunkt
Aufgabe 3
Dateien
guard.h guard.cc

Beschreibung

Die Klasse Guard dient der Synchronisation zwischen "normalen" Kernaktivitäten (zur Zeit Ausgaben, später Systemaufrufe) und Unterbrechungsbehandlungsroutinen. Dazu besitzt Guard eine Warteschlange (ein Queue Objekt), in die Gate Objekte eingereiht werden können. Das ist immer dann erforderlich, wenn zum Zeitpunkt des Auftretens einer Unterbrechung der kritische Abschnitt gerade besetzt ist, die epilogue() Methode also nicht sofort bearbeitet werden darf. Die angesammelten Epiloge werden behandelt, sobald der kritische Abschnitt wieder freigegeben wird.

öffentliche Methoden

void leave ()
Mit dieser Methode wird der kritische Abschnitt verlassen und die angestauten Epiloge werden abgearbeitet.
void relay (Gate* item)
Diese Methode wird von guardian () aufgerufen, falls der zuvor ausgeführte Prolog durch einen Rückgabewert true angezeigt hat, dass sein Epilog ausgeführt werden soll. Ob der Epilog sofort behandelt oder zunächst nur in die Epilogliste eingehängt wird, hängt davon ab, ob der kritische Abschnitt frei oder besetzt ist.

Hinweise

  • Die Epilogqueue stellt eine zentrale Datenstruktur dar, deren Konsistenz geeignet gesichert werden muß. Die von uns durch die Klasse Queue bereitgestellte Implementierung ist nicht unterbrechungstransparent! Entweder ihr implementiert also selbst eine unterbrechungstransparente Queue, oder ihr synchronisiert die bereitgestellte Queue entsprechend hart.
  • Da Gate Objekte nur einen einzigen Verkettungszeiger besitzen, dürfen sie zu einem Zeitpunkt nur ein einziges Mal in der Epilogliste aufgeführt sein. Wenn also zwei gleichartige Interrupts so schnell aufeinanderfolgen, dass der zugehörige Epilog noch gar nicht behandelt wurde, darf nicht versucht werden, dasselbe Gate Objekt zweimal in die Epilogliste einzutragen. Die Klasse Gate bietet Methoden, dies zu vermerken bzw. zu prüfen.
  • Ein Betriebssystem sollte Unterbrechungen immer nur so kurz wie möglich sperren. Daher sieht das Pro-/Epilog-Modell vor, dass Epiloge durch Prologe unterbrochen werden können. Für OOStuBS bedeutet das, dass bereits vor der Ausführung des Epilogs einer Unterbrechungsbehandlung Interrupts wieder zugelassen werden sollten.
  Impressum   Datenschutz Stand: 2008-06-28 21:48   AG, WH