Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  /   Technische Fakultät  /   Department Informatik
 

Im Fokus der eigenen Forschung steht allgemein der Bereich Systemarchitektur, dabei insbesondere:

  • Betriebssysteme und Echtzeitsysteme,
  • sowie eingebettete, parallele und verteilte Systeme.
Mit dem Arbeitsschwerpunkt auf Systemsoftware ist ebenfalls ein enger Bezug zur Softwaretechnik verbunden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf:
  • Programmfamilien, Softwareproduktlinien und Variabilitätsverwaltung.
Die Arbeiten sind geprägt durch eine ganzheitliche Herangehensweise, was gerade auch Fragen zur Hardware-Software-Schnittstelle einschließt und gegebenenfalls bis in die Prototypentwicklung von Hardware (FPGA) hinein geht.

Querschneidender Forschungsgegenstand der Arbeiten in dem Kontext ist die Anpassungsfähigkeit von Systemsoftware "nach oben" zu den Anwendungsprogrammen und "nach unten" zur Hardware:

  • Interoperabilität, Portabilität und Spezialisierbarkeit (d.h. Erweiterung, Ersetzung, Schrumpfung)
verstehen sich dabei als Wesensmerkmale von Software zur anwendungsorientierten Steuerung aller bei Betrieb eines Rechensystems anfallenden Abläufe. Ein bedeutender Aspekt architektonischer Art ist die
  • Koordination der Kooperation und Konkurrenz gleichzeitiger Prozesse
und die Frage, wie Interferenzen vor allem konstruktiv vorgebeugt oder Maßnahmen zu deren Vermeidung oder Abschwächung automatisiert in die Programme eingebracht werden können. Im Vordergrund dabei stehen sperr- oder wartefreie Ansätze als Basis für die Koordinationsverfahren. Randbedingung ist es, Systemlatenzen zu minimieren oder zu verbergen, Rechtzeitigkeit zu wahren und insgesamt einen energieeffizienten Betrieb des Rechensystems zu erreichen.

Die Arbeiten werden durch die nachfolgend genannten, laufenden Drittmittelprojekte unterstützt (alph. sortiert nach Projektakronym):

  • Aspektorientierte Echtzeitarchitekturen, AORTA
  • Adaptive responsive eingebettete Systeme, ARES
  • Adaptive Softwareinfrastruktur betriebsmittelbeschränkter vernetzter Systeme, ARTE
  • Softwarekontrollierte Konsistenz und Kohärenz für vielkernige Prozessorarchitekturen, COKE
  • Invasives Laufzeitunterstützungssystem, iRTSS
  • Latenzgewahrheit in Betriebssystemen für massiv-parallele Prozessoren, LAOS
  • Latenz- und Elastizitätsbewusster Netzwerkbetrieb, LARN
  • Energiegewahre kritische Abschnitte, PAX
  • Systemsoftwareinfrastruktur heterogener Bildsysteme, RAMP (resource-aware multi-processing)
Abgeschlossene Drittmittelprojekte sind im Archiv zu finden.